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Weltkatastrophenbericht 2013

17.10.2013, 11:20 Uhr

Während des Taifuns „Bopha“ konnten Tausende gerettet werden, weil sie über Mobilfunk Warnungen und Informationen zur Lage erhielten (Foto: Sonny Day/ CC 2.0 Wiki)

Zugang zu Technologien als Katastrophenvorsorge

Im vergangenen Jahr ereigneten sich 364 Naturkatastrophen – der zweitniedrigste Wert seit zehn Jahren. Dabei starben fast 10.000 Menschen. Das ist die geringste Zahl seit dem Jahr 2003. Diese Daten gehen aus dem Weltkatastrophenbericht hervor, der heute von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften veröffentlicht wird. Jedoch lagen die entstandenen Gesamtkosten mit rund 117 Mrd. Euro am fünfthöchsten. Allein rund 37 Mrd. Euro entfallen auf Wirbelsturm „Sandy“. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 139 Mio. Menschen von Naturkatastrophen betroffen.

Daher besteht auch kein Grund zur Entwarnung. Clemens Graf von Waldburg-Zeil, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes fordert, die Katastrophenvorsorge voranzutreiben, „um auch die wirtschaftlichen Schäden zu vermindern.“ Auch sei es wichtig, den Zugang der Bevölkerung vor Ort zu neuen Kommunikationstechnologien zu verbessern, um Menschenleben zu retten. Das könne außerdem dazu beitragen, zum Beispiel die Zerstörung von Häusern zu verringern.

Schwerpunktthema des Berichts, der in diesem Jahr den Titel „Focus on technology and the future of humanitarian action“ trägt, ist die wesentliche Rolle von neuen Kommunikationstechnologien für alle Akteure der humanitären Arbeit wie Regierungen, Zivilgesellschaft, Kommunen und Hilfsorganisationen. So wird deutlich, dass Kommunen, die häufig von Katastrophen heimgesucht werden, durch neue Technologien wie Frühwarnsysteme deutlich besser in der Lage sind, sich vorzubereiten und die Katastrophe besser überstehen – wie im vergangenen Jahr auf den Philippinen, als 6,3 Mio. Menschen vom Taifun „Bopha“ betroffen waren und Tausende gerettet werden konnten, weil die Mehrheit der Bevölkerung Zugang zu Mobilfunk hat und so Warnungen und Informationen erhalten konnte. Zugleich benennt der Bericht aber auch bestehende Ungleichheiten hinsichtlich des Zugangs zu modernen Technologien und stellt die Herausforderungen an eine künftige Entwicklung und deren Gestaltung deutlich heraus.

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