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Wie können Bürger bei Terrorangriffen geschützt werden?

04.08.2016, 12:21 Uhr

Foto: ÖRK

Bundesregierung plant neues Zivilschutzkonzept

Laut übereinstimmender Medienberichte hat die Bundesregierung ihr Konzept zur Zivilverteidigung erstmals seit 1995 überarbeitet. Der Entwurf beschäftige sich mit Strategien, wie Bund, Länder und Kommunen die Bürger im Falle eines Terrorangriffs schützen können. So sollen z.B. die Reserven an Pockenimpfstoffen und Antibiotika aufgestockt werden. Außerdem werde geprüft, ob man einen Vorrat an Schutzanzügen zum Atem- und Körperschutz für die Bevölkerung anlegen müsse. Ein sogenannter Weckeffekt, wie ihn die Regierung nenne, solle die Bürger über verschiedene Kanäle wie Sirenen, Radio, Fernsehen, Lautsprecherdurchsagen, SMS und Internet vor konkreten Gefahrenlagen warnen. Im Falle von atomaren, biologischen oder chemischen Angriffen sollten vor Krankenhäusern Dekontaminationsstellen eingerichtet werden, um Betroffene zu versorgen. Auch solle ein „Gesamtkonzept Notstrom“ die Minimalversorgung an Energie sicherstellen und durch eine Lagerung von Erdöl und Benzin an 140 verschiedenen Standorten eine Vollversorgung von 90 Tagen möglich gemacht werden.

Die Regierung plane außerdem, die Bevölkerung dazu aufzurufen, zum Selbstschutz eine Hausapotheke und einen Vorrat bestehend aus warmen Decken, Kohle, Holz, Kerzen, Taschenlampen, Batterien, Streichhölzern, geladenen Akkus und Bargeld anzulegen. Über eine Nahrungsmittelreserve beim Bund werde diskutiert. Zu guter Letzt sollten ein Drittel der THW-Einsatzkräfte innerhalb von 24 Stunden flächendeckend und gleichzeitig einsetzbar sein. Das Vorhaben soll am 24. August 2016 im Kabinett beschlossen werden.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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