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Windeneinsätze nach Steinschlag

16.07.2013, 14:48 Uhr

Foto: ARA Flugrettung

Flugretter raten Bergsteigern zu Helmen

Doppelter Einsatz in den Alpen: Gleich zweimal wurde der Reuttener Notarzthubschrauber der ARA Flugrettung (Luftrettungsunternehmen mit Sitz in Klagenfurt und Tochter der DRF Luftrettung) am vergangenen Wochenende an die Zugspitze alarmiert. Zwei Wanderinnen wurden unabhängig voneinander an derselben Unfallstelle durch Steinschläge schwer verletzt. Am Samstag, den 13. Juli, wurde die Besatzung von „RK-2“ der ARA Flugrettung mittags an den Stopselzieher-Steig der Zugspitze alarmiert. Jörg Straub, der an diesem Tag im Dienst war, erinnert sich: „ Eine 45-jährige Frau war am Klettersteig von einem Steinschlag schwer am Kopf getroffen worden und es bestand Verdacht auf Schädelbruch. Da die Unfallstelle nur aus der Luft zu erreichen war, führten wir eine Windenrettung durch.“

Dazu wurde die Patientin in einem Bergesack auf den Flug vorbereitet und zur medizinischen Versorgung an die Wiener Neustädter Hütte geflogen. Nachdem die Verunfallte aufgrund ihrer schweren Kopfverletzungen am Unfallort ins künstliche Koma versetzt worden war, wurde sie unverzüglich in eine Spezialklinik transportiert. Dort bestätigte sich der Verdacht auf mehrfachen Schädelbruch.

Selbiger Ort, gleichartiger Unfallhergang: Am darauffolgenden Sonntag wurde eine 25-jährige Bergsteigerin ebenfalls am Stopselzieher-Steig von einem herabstürzenden Stein an Brust und Bauch getroffen. Auch dieses Mal wurde die Besatzung von „RK-2“ alarmiert, um die Frau mittels Winde zu retten, medizinisch zu versorgen und schnellstmöglich in eine Klinik zu transportieren. „Es ist für uns ungewöhnlich, dass wir an zwei aufeinander folgenden Tagen zu nahezu identischen Einsätzen alarmiert werden. Wir wünschen den beiden Patientinnen alles Gute und hoffen, dass sie bald wieder gesund sind. Wir als Besatzung raten allen Bergsteigern im hochalpinen Gelände einen Helm zum Schutz vor Steinschlägen zu tragen. Diese beiden Einsätze haben aufs Neue gezeigt, dass die Hubschrauberrettung gerade in den Alpen Leben retten kann“, fasst der diensthabende Pilot Jörg Straub zusammen.

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