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Würzburg modernisiert Baby-Rettung

22.12.2015, 15:22 Uhr

Fotos: Christoph Fleschutz/Johanniter

Mobile Inkubatoren ersetzen Baby-Notarztwagen

Der aus Spenden finanzierte Baby-Notarztwagen der Johanniter-Rettungswache in Würzburg wird zum Jahresende aus dem Dienst genommen und durch zwei mobile Inkubatoren ersetzt, die in den zwei Kinderkliniken stationiert sein werden. „Die Einsatzzahlen lagen zu Beginn des Fahrzeuges bei rund 300 Einsätzen im Jahr. Dieses Jahr sind wir bei gerade einmal 18 Einsätzen angekommen. Das liegt hauptsächlich daran, dass zahlreiche Kliniken im Einzugsgebiet aufgrund diverser Gesetzesänderungen ihre Kreissäle schließen mussten und die Geburten heutzutage fast nur noch in den großen Kinderkliniken erfolgen“, erklärt Prof. Christina Kohlhauser-Vollmuth, Leiterin der Missionsärztlichen Kinderklinik in Würzburg. Insgesamt ist der VW T4 seit Januar 2000 2.717 Einsätze und ca. 146.000 km gefahren. Reinhold Weißenseel, Geschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes Würzburg, fügt hinzu: „Ab sofort kann eine RTW-Besatzung direkt zur Kinderklinik fahren, um dort den Inkubator sowie das Fachpersonal aufzunehmen. Früher ging je nach Standort des RTW eine längere Anfahrt zum Fahrzeugwechsel an der Johanniter-Rettungswache voraus, bevor der Weg zur Kinderklinik gefahren werden konnte, um das Fachpersonal abzuholen.“

Die Hilfsorganisationen warnen außerdem vor einer überregional tätigen Organisation, die seit ca. drei Jahren immer wieder zu Spenden für einen neuen Baby-Notarztwagen aufruft und behauptet, es sei kein entsprechendes Fahrzeug vor Ort stationiert. Dies sei jedoch eine Falschaussage – mit dem Ziel, hilfsbereite Leute zu täuschen, so Uwe Kinstle, Mitglied des Regionalvorstandes der Johanniter in Unterfranken. Die Baby-Notfallrettung sei für die kommenden Jahre optimal ausgebaut.

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