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Zentrale Notrufnummer auch für den ambulanten Bereich

17.06.2010, 11:54 Uhr

Foto: H. Scholl

Pilotprojekt im Saarland

Der Minister für Gesundheit und Verbraucherschutz des Saarlandes, Georg Weisweiler, hat bereits am 3. Juni dieses Jahres mit Vertretern des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF), der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) des Saarlandes und der Saarländischen Krankenhausgesellschaft (SKG) über die weiteren Möglichkeiten zur Verbesserung der Notfallversorgung im Saarland gesprochen. Aus diesem Anlass überreichte Weisweiler einen Zuwendungsbescheid über 11.400 Euro für ein gemeinsames Pilotprojekt zur Einführung einer saarlandweiten gemeinsamen und damit zentralen Notrufnummer, der 112, für den ambulanten Bereich an den ZRF und die KV. In sprechstundenfreien Zeiten soll im Notfall die Integrierte Leitstelle (ILS) Saar den ärztlichen Notfalldienst im niedergelassenen Bereich alarmieren. In den Notfalldienst-Ringen des nördlichen Saarlandes wurden in Merzig, Mettlach und Perl  im Rahmen des seit Anfang dieses Jahres laufenden Pilotprojektes bereits sehr positive Erfahrungen gemacht.

Die zentrale Notrufnummer soll nun auf drei weitere Notfalldienst-Ringe in Losheim, Nonnweiler und Wadern, ebenfalls im Nordsaarland, ausgedehnt und evaluiert werden. „Dies ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung durch einfachere Erreichbarkeit in nicht lebensbedrohlichen Notfällen“, so Minister Georg Weisweiler. „Bei der zum Teil extrem schwierigen Suche nach dem richtigen Ansprechpartner oder der richtigen Fachrichtung stellt die zentrale Notrufnummer eine enorme Erleichterung dar. Patientinnen und Patienten kann so noch schneller und zielgerichteter geholfen werden.“ Die Planungen sehen die kontinuierliche Ausdehnung der Alarmierung über die ILS Saar für weitere Regionen im Saarland bis hin zum gesamten Bundesland vor, die Ende 2011 flächendeckend sein soll. Mit diesem zusätzlichen Service- und Koordinationsangebot wird der Rettungsdienst deutlich entlastet, da dieser in der Sprechstundenfreienzeit oftmals alarmiert wird, obwohl ein Bereitschaftsarzt ausreichen würde. (Scholl)

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