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Zivile Hubschrauber für den Schwerlasteinsatz

02.06.2010, 10:57 Uhr

Fotos: Heliswiss

HeliAlert erweitert Ressourcen für die Katastrophenhilfe

Ende Mai sind die schweizerischen Lufttransportunternehmen Eagle Helicopter AG und Heliswiss International AG der Arbeitsgemeinschaft HeliAlert (Helicopter Air Lift Emergency and Relief Transport) im Deutschen Hubschrauber Verband (DHV) e.V. beigetreten, womit eine Erweiterung der Einsatzfähigkeit im Schwerlastbereich für Hubschrauber verbunden ist. Die beiden Unternehmen verfügen je über einen großen, leistungsstarken Transporthubschrauber des Musters AS 332 C1 „Super Puma“ aus dem Hause Eurocopter mit einer Ladelast von bis zu 4.500 kg oder 17-20 PAX und weiterer Zusatzausrüstung, die das Einsatzspektrum deutlich ausdehnen. Darüber hinaus betreibt die Heliswiss International noch eine Kamov KA 32 A12 mit einer Hebelast von bis zu 5.000 kg. Über Subcharterverträge kann dieser Betreiber für extrem schwere Transporte auch eine MIL Mi-26, ein schwerer Transporthubschrauber russischer Baurat mit einem Hebevermögen von bis zu 20 t, einsetzen. Die beiden neuen Mitglieder von HeliAlert verfügen über langjährige Erfahrungen bei Außenlastoperationen im In- und Ausland, die sie für schwierige Hubschraubereinsätze in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr hervorragend qualifiziert.

HeliAlert, Innovationspreisträger des Public Private Partnership (PPP) Innere Sicherheit 2009, wurde vom DHV e.V. 2005 gegründet, um zivile Hubschrauber erfahrener gewerblicher Lufttransportunternehmen für Aufgaben im Bevölkerungsschutz, bei der Katastrophenhilfe und der allgemeinen Gefahrenabwehr im In- und Ausland bereit zu stellen. Derzeit wirken 22 Unternehmen mit bis zu 185 Fluggeräten aller Leistungsklassen in dieser Arbeitsgemeinschaft mit. Die Einsatzanforderung kann rund um die Uhr über eine eigene Alarmzentrale unter 0700 435425378 erfolgen. Es bestehen Kooperationsvereinbarungen mit dem BBK, MHW e.V., @fire und DRV e.V. Auch wurden öffentlich-rechtliche Rahmenvereinbarungen zur Mitwirkung im Katastrophenschutz mit dem Innenministerium im Saarland und fünf Landkreisen abgeschlossen. Demnach wirkt HeliAlert im KatS von gegenwärtig drei Bundesländern mit. Anlässlich von zwei Übungen wurde mit dem Havariekommando des Bundes sowie den Landesbetrieben für Küstenschutz in Niedersachsen und Schleswig-Holstein kooperiert. HeliAlert ist seit 2009 neben Bundeswehr und Bundespolizei als Dritter in der Einsatzplanung für die Waldbrandbekämpfung in Hessen und Niedersachsen benannt.

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