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Zwei Jahre Rettungsgasse in Österreich

19.02.2014, 15:56 Uhr

Foto: ÖRK/LV Stmk

Untersuchung der Erfahrungen und Akzeptanz

Zwei Jahre nach Einführung der Rettungsgasse ziehen Rettungsdienste und Feuerwehr in Österreich eine positive Bilanz. In sechs von zehn Fällen klappe die Rettungsgasse sehr gut oder gut, so das Ergebnis einer Evaluation (Rotes Kreuz und Arbeiter-Samariter-Bund Österreich: 62%, NÖ-Feuerwehr: 50%). Sie werde an der richtigen Stelle der Fahrbahn gebildet (RK und ASBÖ: 81%, NÖ-FW: 79%) und funktioniere auf zweistreifigen Abschnitten – also auf fast 1.900 von rund 2.200 Autobahn-Kilometern – reibungslos. Nur auf drei oder mehr Fahrstreifen komme es teilweise zu Problemen.

Nur einzelne Verkehrsteilnehmer, die die Rettungsgasse zu spät bilden, sorgen bei Einsätzen nach wie vor für Behinderungen und somit Verzögerungen (66% RK und ASBÖ, NÖ-FW: 71%). Im Bereich von Auf- und Abfahrten nehmen die Rettungsorganisationen keine Probleme wahr. Aufgrund der größeren Fahrzeuge würden dort aber Staubildungen den Feuerwehren gelegentlich die Einfahrt in die Rettungsgasse erschweren (blockierte Beschleunigungstreifen). Ein weiteres Ergebnis: Wo Stau tägliche „Routine“ sei, bestehe weniger Bereitschaft zur Bildung einer Rettungsgasse als beim Wissen um akute Unfälle weiter vorne oder beim Herannahen eines Blaulicht-Fahrzeugs.

Dass bei Unfällen eine Rettungsgasse zu bilden sei, wissen die meisten Österreicher. 98% ist „Rettungsgasse“ ein Begriff, 94% wissen, wie sie gebildet wird. 82% halten sie zudem für sinnvoll.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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