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Zwei weitere Rettungshubschrauber für Baden-Württemberg

28.07.2020, 09:14 Uhr

Foto: DRF-Luftrettung

Gutachten schlägt drei Standortverlegungen und einen Nachthubschrauber mehr vor


Das von Baden-Württemberg zum Bedarf und der Struktur der Luftrettung im Land beim Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) im Herbst 2018 in Auftrag gegebene Gutachten wurde gestern in Bruchsal vorgestellt. Nach den Empfehlungen des INM sollen künftig tagsüber zehn Dual-Use-Hubschrauber (RTH/ITH) zur Verfügung stehen. Zur Schließung von Versorgungslücken sollen zwei zusätzliche Luftrettungstationen in den Bereichen Osterburken und Lahr errichtet sowie drei Stützpunkte zur Optimierung um einige Kilometer verlegt werden. Dazu soll „Christoph 41“ von Leonberg nach Süden, „Christoph 45“ von Friedrichshafen nach Norden und „Christoph 54“ von Freiburg nach Südosten umgesetzt werden. „Christoph 11“ in Villingen-Schwenningen, „Christoph 22“ in Ulm, „Christoph 53“ in Mannheim und „Christoph 43“ in Karlsruhe sollen unverändert stationiert bleiben. In 24-Stunden-Bereitschaft sollen „Christoph 11“ und zusätzlich „Christoph 51“ stehen. Perspektivisch wird der Zeitraum für die Umsetzung durch Kündigungsfristen von Verträgen, europarechtlichen Vergabevorgaben und luftrechtlicher Genehmigungsverfahren je nach Standort zwei bis fünf Jahre dauern.

Entsprechend der Planung orientierte sich die Festlegung der Luftrettungsstationen an der Zielvorgabe, dass alle Orte in Baden-Württemberg flächendeckend tagsüber innerhalb von 20 Minuten und nachts innerhalb von 30 Minuten nach der Alarmierung durch einen Dual-Use-Hubschrauber erreicht werden sollen. Damit soll gewährleistet sein, dass schwer erkrankte oder schwer verletzte Patienten innerhalb von einer Stunde in der Klinik eintreffen. Neue, zusätzliche Luftrettungsstandorte sollen laut Innenministerium nur dann eingerichtet werden, wenn eine bedarfsgerechte Versorgung nicht durch die Verschiebung bestehender Stützpunkte möglich ist. Eine Verschiebung wurde nur empfohlen, wenn eine deutlich bessere Versorgung oder eine deutliche Erhöhung des Einsatzaufkommens der Luftrettungsmittel erzielt werden kann. (Scholl)

Bücher zum Thema:

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