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Rettungsdienst in der Kostenfalle?

19.07.2013, 08:34 Uhr

Foto: H. Holder

DRK im Südwesten sieht Defizit von 2,3 Mio. Euro

Mit Sorge sieht der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) die aktuelle Kostenentwicklung im Rettungsdienst im Südwesten. Die Grundlohnsummenerhöhungen von 1,98 % im Jahr 2012 und von 2,03 % im Jahr 2013 reichten nicht aus, die tariflichen Lohnabschlüsse von 3,5 % im Jahr 2012 und 2,0 % im Jahr 2013 zu finanzieren. Im vergangenen Jahr konnte die Tariferhöhung noch dadurch aufgefangen werden, dass sie erst ab der Jahresmitte wirksam wurde. „In diesem Jahr reicht es aber hinten und vorne nicht“, so DRK-Präsident Dr. Lorenz Menz. Nach Berechnungen des DRK-Landesverbands drohe angesichts 3.500 Beschäftigter im Rettungsdienst ein Defizit von etwa 2,3 Mio. Euro.

In den letzten 14 Jahren sei die Differenz zwischen Grundlohnsummenerhöhungen und Tariferhöhungen ohnehin auf über 9 % gewachsen. Zwar hätten die Rettungsorganisationen im Südwesten darüber das Gespräch mit den Krankenkassen gesucht, diese hätten jedoch ihre Zustimmung zu einem Kompromiss daran geknüpft, dass mehr als 90 % der Leistungserbringer diesen akzeptierten und auf gesonderte Verhandlungen verzichteten. Diese Bedingung sei vom DRK nicht erfüllbar gewesen, da bei einzelnen Kreisverbänden der Nachholbedarf im Rettungsdienstbudget noch wesentlich größer sei und dort deshalb auf Rettungsdienstbereichsebene verhandelt werden müsse. Der Kompromiss hätte vorgesehen, einen Zuschlag zur Grundlohnsumme von 0,8 % ins Auge zu fassen, um damit zumindest die Hälfte der Differenz zwischen Tarifsteigerungen und Grundlohnsummenerhöhung der letzten beiden Jahre auszugleichen. (POG)

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